Jubiläums-Serie – Teil 2

1956 – 2016 / Klubjubiläum 60 Jahre TV Altlünen

Teil 2 … mit Helmut Gück

Der Tennisverein Altlünen (TVA) feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Klubjubiläum. Grund genug für die Ruhr-Nachrichten, die bewegten sechs Jahrzehnte einmal Revue passieren zu lassen. In einer mehrteiligen Serie kommen Zeitzeugen zu Wort, die den TVA maßgeblich geprägt haben. Den heutigen zweiten Teil bestimmt Helmut Gück (83).

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Helmut Gück (83) – RN-Foto Kellermann

„Jede Zeit hat ihren Reiz!“

Im Jahre 1958, also zwei Jahre nach der Klubgründung des TV Altlünen 1956, wurde Helmut Gück Sportwart des renommierten Lüner Tennisvereins. In den Jahren 1967 und ’68 führte der heute 83-Jährige den Klub sogar als Vorsitzender. Vier Jahre später wurde ihm für seine 14-jährige Vorstandsarbeit der Ehrenvorsitz angedient. In dieser Zeit hat der Grandseigneur des TVA jede Menge bewegt und erlebt. Einmal eingetaucht in ein Meer voller Erinnerungen möchte Helmut Gück am liebsten gar nicht mehr an die Oberfläche. „Das war eine so schöne Zeit, die meine Frau Kiki und ich beim TV Altlünen hatten, da will ich keine Sekunde von missen! Dennoch: Jede Zeit für sich hat ihren Reiz.“ So will er heute und damals nicht miteinander vergleichen. Im Gegenteil: Helmut Gück schaut beruhigt und voller Zuversicht auf die Geschicke des heutigen Vorstandes um Klubchef Frank Kittel. „Ich sehe unseren Tennisverein zeitgemäß und zukunftsorientiert aufgestellt!“

„Turniertennis zu Pfingsten gehört einfach zum TVA!“

Besonders freut sich Gück, dass es in diesem Jahr zu Pfingsten wieder Turniertennis gibt. Beim LK-Turnier ‚Tennis gegen Brustkrebs‚ werden vom 13. bis 15. Mai 2016 endlich wieder Senorinnen und Senioren um Punkte und Pokale spielen. Nach dem Aus des Internationalen Altlüner Pfingstpokalturniers vor knapp zehn Jahren hat es das lange nicht mehr gegeben. Gück erinnert sich zurück an das erste Pfingstturnier des TVA im Jahre 1959: „Damals hatte unser Vorstandsmitglied Dieter Heers die Idee, zu Pfingsten ein Freundschaftsturnier auszutragen. Aus dieser Idee ist bekanntlich eine 50-jährige Turniertradition geworden. Diese Zeit hat den TVA geprägt und überregional, ja sogar bundesweit bekannt gemacht. Schließlich wuchs das Altlüner Pfingstturnier mit der Zeit zu einem international erstklassig besetzten und hoch dotierten Preisgeldturnier mit vielen namhaften Siegerinnen und Siegern heran“, betont Gück, der im Sommer 1959 übrigens ebenfalls zu Ehren kam: „Als zweihunderttausendster Besucher des Cappenberger Sees wurde ich einst nichtsahnend mit großem Bohai empfangen“ schmunzelt er. Das Jahr 1959 wartete mit einem derart heißen Sommer auf, dass die Feuerwehr die Plätze am Vogelsberg mit Wasser aus dem Cappenberger See gesprengt hat. Im August 1959 musste das Spiel am Altlüner Vogelsberg wegen monatelanger Dürre sogar kurzfristig eingestellt werden. Bei Zuwiderhandlung drohte das Amt gar mit einer Strafanzeige.

„Über den Tellerrand hinaus schauen!“

Die Jahre 1959 und ’60 waren geprägt von internationalen Austauschreisen. Zum einen reiste der TVA zu einem Freundschaftsturnier ins niederländische Katwijk aan Zee, zum anderen empfing man belgische Tennisenthusiasten aus Turnhout. „Ich finde es ungemein wichtig, über den Vereins-Tellerrand hinaus zu schauen“, betont Helmut Gück. „Diese Auswärtsreisen und Gastbesuche haben uns stets auch neue Impulse für das eigene Vereinsleben gegeben.“


Protagonist der nächsten Folge ist Dr. Günter Thiemann…